Besseres Weltklima durch biologische Landwirtschaft!

Der Klimawandel hat dazu geführt, dass sich schlussendlich die Politik vermehrt um den Umwelt- und Naturschutz kümmert. Unabhängig davon, ob jetzt das eine oder andere Klimamodell wahrscheinlicher ist als das andere, ist es aus vielen anderen Gründen notwendig, die Energiewende einzuleiten, gehen unsere fossilen Brennstoffe doch in absehbarer Zeit zu Ende. 

Die Mehrzahl der Stickstoffdünger werden unter hohem Energieaufwand hergestellt oder in weit entfernten Ländern abgebaut. Auch das in der europäischen Tierfütterung verbreitete Soja kommt überwiegend aus Amerika, wo hierfür teilweise Urwälder gerodet werden. Dies bewirkt nicht nur die Vertreibung der ansässigen Familien, sondern ist auch mit einer enormen negativen Klimabilanz verbunden. Biolandwirte verzichten auf diese Stickstoffdünger und auch die gentechnikveränderten Sojapflanzen sind im Biolandbau Tabu.

Durch die Förderung der Bodenlebewesen und die gezielte Förderung des Humusaufbaus und einer gesunden Bodenstruktur kann der Biolandbau zu einer Reduktion der Treibhausgasemmissionen beitragen, da mehr Kohlenstoff im Boden gespeichert werden kann.

Mit Zwischenfrüchten und Begrünungen setzt der Biolandbau gezielt auf Maßnahmen zur Reduktion von Erosion und Auswaschung von Nährstoffen in das Grundwasser.

Der Leguminosenanbau spielt eine wichtige Rolle im Biolandbau. Leguminosen (Klee, Luzerne, Bohnen, Erbsen, Lupinen, Soja, ...) sind durch eine Symbiose mit Knöllchenbakterien in der Lage Stickstoff aus der Luft zu binden. Da im Biolandbau keine mineralische Stickstoffdünger eingesetzt werden, sind die Leguminosen eine unersetzliche Möglichkeit um den Boden natürlich mit Nährstoffen zu versorgen.

Eine Diversifizierung der Fruchtfolgen bringt viele Vorteile für Natur und Umwelt mit sich: Zum einen werden die Schädlinge der Kulturpflanzen minimiert, da die verschiedenen potenziellen Wirtspflanzen der Schädlinge ständig abwechselnd angebaut werden. So kann sich kein Schädling dauerhaft etablieren. Gleiches gilt für die "Problemunkräuter". Zum anderen wird die Vielfalt der Nützlinge durch die Vielfalt der Kulturen gefördert. Gezieltes Aussäen von Ackerrandstreifen oder Zwischenfrüchten fördern beispielsweise die Bienenpopulationen. Viele Biobauern pflanzen auch Hecken und Bäume an, um ein intakteres Ökosystem zu schaffen.

 


 

Eis Gemeng beSONNeg gutt !“


Votum Klima und dreizehn Luxemburger Gemeinden starten gemeinsames Projekt für den Ausbau der erneuerbaren Energien

Pressecommuniqué vom 9. Juli 2015